Das Wesentliche 2.0

Manche leben IHR LEBEN als hätten sie ein zweites Leben in Reserve…

Wie viel von dem, was wir täglich tun, ist wirklich wichtig? Wie viele unserer Gedanken sind wirklich hilfreich und gut?

Wir kommen nur dahinter, wenn wir die Grenzen unseres Lebens mitbedenken. Wir haben nicht ewig Zeit. Wir können nicht alles aufschieben. Irgendwann heißt es: zu spät!

Was ist am Ende auf der Strecke geblieben, das uns wirklich leid tut? Und warum haben wir es nicht angepackt? Auch dafür gibt es ja gute Gründe. Nicht immer ist es Gedankenlosigkeit oder Faulheit, die uns hindern neue Wege zu gehen. Manchmal gibt es versteckte Werte, die wir uns klarmachen sollten, damit wir sie auch würdigen können. Sicherheit zum Beispiel oder die Freude am kontemplativen Leben. Auch Loyalität anderen Menschen gegenüber ist ein starkes Motiv eigene Bedürfnisse zurückzustellen. Erst wenn das stark mit anderen Werten kollidiert – zum Beispiel mit unserem Drang nach Freiheit oder unserer Abenteuerlust, gerät das eigene Sein in eine Schieflage. Und diese Schieflage ist die Voraussetzung für das Vorwärtskommen. Ich habe mal gelesen, dass ein Schritt körperphysiologisch so etwas wie ein “kontrolliertes Fallen” ist. Bei kleinen Kindern kann man das noch gut beobachten – vor allem, wenn die Kontrolle nicht funktioniert.

Verharren ist nicht unser Ding. Vertrauen, dass wir aufgefangen werden – oder dass wir selbst unser Fallen im richtigen Moment bremsen können – das lässt uns unseren Lebensweg weitergehen. Fallen erst bringt uns voran!

Mut, Vertrauen, Zuversicht – das alles erfährt man im Vorwärtsgehen – letztlich im Fallen – manchmal kontrolliert und manchmal mit Blessuren – aber solange wir wieder aufstehen können – und wenn es auch nur in unserer Vorstellungskraft geligt – so lange sind wir lebendig!

Wirkliches Leben beginnt mit einer Änderung des Denkens – Metanoia heißt das in der Bibel – auf Deutsch: Umdenken, Umkehr (Luther hat es mit “Buße tun” übersetzt; schade, dass dieser Begriff heute praktisch unbrauchbar geworden ist…)
Und dazu braucht es manchmal einen “Weckruf”, der uns aus dem Gleichgewicht bringt und uns selbst voran…

Wer absolute Sicherheit und Kontrolle sucht, ist auf dem falschen Planeten!